Windenergie

Durch das Strömen von Luftmolekülen von Hoch- zu Tiefdruckgebieten entsteht das, was man allgemein als „Wind“ bezeichnet. Je größer der Unterschied zwischen beiden Druckgebieten, desto höher die Bewegungsenergie, mit der die Teilchen sich zum Tiefdruckgebiet bewegen.

Diese Bewegungsenergie kann zur Stromherstellung genutzt werden, indem man die Rotoren einer Windkraftanlage durch sie antreiben lässt. Durch die Drehung des Rotors wird im Inneren der Windkraftanlage ein Generator angetrieben, der die Bewegungsenergie direkt in elektrischen Strom umwandelt.
Als nachteilig wird der Lärm, der von solchen Anlagen ausgeht, empfunden. Daher ist beim Aufstellen solcher Windkraftanlagen immer eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz erforderlich, um Anwohner und Gemeinden, nicht zuletzt aber auch die Natur, vor negativen Folgen zu bewahren.

Ähnlich wie bei Photovoltaik, Wasserkraft und Biomasse sind die Netzbetreiber auch bei durch Windkraft erzeugtem Strom zur Abnahme zu einem Mindestpreis verpflichtet.

Im Rahmen des Energiemix der Zukunft wird die Windenergie voraussichtlich die größte Rolle spielen. So wurde jüngst im Rahmen eines Demonstrationsprojektes des Instituts für Solare Energieversorgungstechnik der Universität in Kassel (ISET) zusammen mit den Unternehmen Schmack Biogas AG, SolarWorld AG und dem Windenergieanlagenhersteller Enercon GmbH bewiesen, dass eine hundertprozentige Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien – auch ohne Absicherung durch herkömmliche fossile „Schattenkraftwerke“  –  rund um die Uhr und bei jeder Wetterlage möglich ist. Der bei dem Betrieb des im Rahmen der Untersuchung entwickelten virtuellen Kraftwerks eingestellte Energiemix besteht zu 61 Prozent aus Windenergie, 25 Prozent aus Biogas und zu 14 Prozent aus Photovoltaik.

Dort geht man davon aus, dass bis 2020 rund 40 Prozent des deutschen Strombedarfs mit erneuerbaren Energien gedeckt werden können, bis Mitte des Jahrhunderts sogar 100 Prozent.

Dies setzt natürlich einen konsequenten Ausbau aller erneuerbaren Energien, insbesondere aber auch der Windenergie voraus.
Es wird deutlich, dass mit einer zielgerichteten Fortentwicklung der Windenergie im Kreisgebiet mit weniger Anlagen erheblich mehr Strom erzeugt werden kann. Mit dem Begriff des Repowering wird in diesem Zusammenhang das Ersetzen vieler heute veralteter Anlagen durch moderne viel leistungsfähigere bezeichnet.

Wo geht hier eigentlich der Wind?

 

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