Solarenergie

Die Nutzung der Solarenergie, also der „Kraft der Sonne“, erfolgt in zwei unterschiedlichen Verfahren. Mit Hilfe der Fotovoltaiktechnik wird aus dem Sonnenlicht direkt elektrischer Strom erzeugt.
Bei der so genannten Solarthermie wird die durch die Infrarotstrahlung im Sonnenlicht erzeugte Wärme im Wesentlichen zur Erwärmung von Brauchwasser sowie zur Unterstützung von Heizanlagen genutzt.

Fotovoltaik

Unter Fotovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie. Mittels auf die Sonne ausgerichteter Solarzellen wird die Strahlungsenergie aufgefangen und daraus Strom gewonnen. Physikalisch zugrunde liegt der photovoltaische Effekt, d.h. Photonen mit geeigneter Energie können in Halbleitern (z. B. Silizium) Elektronen aus dem Atomverband zeitweise lösen und damit einen Stromfluss bewirken. Um höhere Leistungen zu erzielen, werden Solarzellen zu Modulen zusammengeschaltet. Wird Strom aus Photovoltaikanlagen in das Stromnetz eingespeist, so ist der Netzbetreiber zur Abnahme dieses Stromes verpflichtet. Auch wird dem Solarzellenbetreiber ein gewisser Mindestabnahmepreis zugesichert. Dabei richtet sich die Höhe dieses Mindestpreises nach Anlagengröße und Installationsjahr. Neben den netzgekoppelten Anlagen werden vereinzelt auch so genannte Inselanlagen betrieben. Diese dienen zur Stromversorgung entlegener Verbraucher ohne Netzanschluss oder zur Versorgung kleinerer Einrichtungen mit entsprechend geringem Strombedarf.

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Solarthermie

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Bei der Solarwärme-Nutzung wird die Strahlung der Sonne in Wärme umgewandelt. Diese Art der Nutzung wird oft als "Solarthermie" bezeichnet ("thermos" = griechisch für Wärme). Für die Umwandlung werden meistens Solarkollektoren verwendet. Kollektoren sind das unmittelbare Verbindungsglied zwischen der Solaranlage und der Sonne. Je leistungsfähiger ein Kollektor ist, desto effektiver und ökonomischer ist die Energiegewinnung. Solarwärme wird in Deutschland zur Erwärmung von Brauchwasser oder zur Raumheizung eingesetzt.

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Ein praktisches Beispiel:

Ein 4-Personen-Haushalt benötigt etwa 4 - 6 Quadratmeter Kollektorfläche. Optimal dimensioniert und abgestimmt deckt die Solaranlage den Warmwasserbedarf dieses Haushalts außerhalb der Heizperiode in der Regel vollständig ab. Etwa 60 Prozent der benötigten Energie für die Warmwasserbereitung können im Jahresdurchschnitt durch die Nutzung der Sonneneinstrahlung gespart werden.  Das Energieangebot der Sonne liegt bei etwa 1000 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter. Wir bekommen also pro Quadratmeter jährlich eine kostenlose Energiemenge zur Verfügung gestellt, die in etwa 100 Litern Heizöl entspricht. In Bezug auf die Nutzung der Solarthermie im Westerwaldkreis sind leider keine Erhebungen möglich, da der Einbau und der Betrieb einer solchen Anlage in der Regel genehmigungsfrei ist und somit keine Leistungsdaten ermittelt werden können. Thermische Solaranlagen erfreuen sich aber zunehmender Beliebtheit. Sie werden häufig als Ergänzung bestehender konventioneller Heizungsanlagen nachgerüstet, um deren Betrieb in der hellen Jahreszeit zu minimieren. 

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Links zum Thema:
www.solarwirtschaft.de

www.solarfoerderung.de

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